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Radtour von Hamburg-City über Entenwerder, die Dove Elbe und Zollenspieker nach Bergedorf

Schöne Sonntags-Radtour aus der Hamburger City heraus. Es geht nach Südosten an die alten Nebenarme der Elbe, auf meist asphaltierten Radwegen über die Vier- und Marschlande an den Elbdeich bis zum Zollenspieker Fährhaus. Von dort dann auf geradem, schönem Wege nach Bergedorf.

Ein Klassiker unter den beliebten Ausflugszielen für viele Hamburger Radler sind die Vier- und Marschlande und der Elbdeich südöstlich der Hamburger Innenstadt. Viele und vor allem gut ausgebaute, zumeist ausschließliche Radwege geben ihnen Recht! Hat man es erst einmal heraus geschafft aus der City, ist abseits des Trubels, der großen Hamburger Straßen und an der Elbe angekommen, entdeckt man schnell die grüne, maritime und natürliche Seite Hamburgs. Diese Tour ist dafür ein gutes Beispiel. Ihr schöner Teil beginnt in Rothenburgsort an der Elbe.

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Die grüne, maritime und natürliche Seite Hamburgs auf einer Radtour entdecken

Das beginnt mit dem „Elbpark Entenwerder“, einem gut gepflegten Park mit langem Elbufer, den viele Süd-Hamburger zum Sonnen, Grillen, Frisbee oder Fußball spielen nutzen. Einen Kaffee bekommt man hier im stylischen „Café Entenwerder 1“, das seinen Platz auf einem schwimmenden Ponton gefunden hat. Elbblick, Leute und Schiffe gucken inklusive. Auf jeden Fall eine Rast wert!

Weiter geht die Tour Richtung Südosten auf die „Elbinsel Kaltehofe“, auf der sich die sog. „Wasserkunst Kaltehofe“ befindet, eine Art Industriedenkmal und Museum in einem. Hier entstand Ende des 19. Jahrhunderts die erste große Wasserfiltrierungsanlage für Hamburg, aufgrund vorhergegangener, tödlicher Choleraepidemien unter der Bevölkerung. Die Filterbecken mit den kleinen Schieberhäuschen zeugen noch davon. In der zentralen Villa Kaltehofe befindet sich ein Museum und ein Café.

Vorbei am Naturschutzgebiet Holzhafen geht es unter der Autobahn A1 hindurch in Richtung Tatenberg und an die Dove Elbe zur linken Hand. Willkommen in Vierlande, dem Gemüse- und Blumenanbaugebiet Hamburgs! Der Weg ist nun gesäumt von unzähligen Bauernhöfen und Gewächshäusern. Wir dringen nun über Fünfhausen und den Hohendeicher See allmählich bis an den Elbdeich vor.

Am Elbdeich bis Zollenspieker

Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Zollenspieker, wo das gleichnamige Fährhaus zur Rast oder der dortige Fährtrubel zum Leute gucken einladen. Der Ort ist beliebt bei Ausflüglern aller Art, ob Wanderer, Radfahrer oder Motorradfahrern! Hier trifft man sich, genießt den Elbblick, guckt Schiffe, isst Eis oder ein Fischbrötchen. Wer möchte, setzt nach Hoopte auf der gegenüberliegenden, niedersächsischen Elbseite über, Fahrzeit ca. 10 min.

Von Zollenspieker bis Bergedorf sind es nun noch ca. 11 km. Den größten Teil des Weges legt man auf einem wunderbar asphaltierten und sehr flachen Radweg, gesäumt und geschützt von Bäumen und Sträuchern zurück. Die Strecke führt über Neuengamme, wo man etwas abseits die Gedenkstätte des ehemaligen KZs Neuengamme besuchen kann. Etwas später geht es über die Autobahn A25 direkt bis nach Bergedorf, wo sich die Besichtigung der Altstadt und vor allem des Bergedorfer Schlosses lohnen. Zurück in die Hamburger-City gelangt man am besten mit der S-Bahn ab Bahnhof Bergedorf.

Mein Fazit: Schöne, gemütliche Sonntags-Radtour auf gut ausgebauten, meist asphaltierten Radwegen in flacher, maritimer Marschlandschaft. Viel Wasser, Ruhe und Grün – wer mag, inkludiert etwas Kultur in Kaltehofe oder Geschichte in Neuengamme!

 

Schwierigkeit: leicht, auch für ungeübte Radfahrer
Länge: ca. 43 km
Fahrzeit: ca. 2,5 – 3 h
Höhenmeter: + 90 m
Ausrüstung: City-Rad genügt

Meine Radtour bei komoot zum Nachradeln und inklusive GPS-Daten zum Download: https://www.komoot.de/tour/17658841

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