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Kurze Wanderung in Hamburg: Entlang der Osterbek

Eine kleine Wanderung in Hamburg entlang des Flüsschens Osterbek. Auf schmalen, aber gut zu gehenden Wegen wandern wir zwischen Dulsberg und Farmsen-Berne und stoßen dabei auf das ein oder andere Kleinod. Los geht´s!

Wandern an der Osterbek in Hamburg - Am Ufer des Rückhaltebeckens Osterbek
Wandern an der Osterbek: Am Ufer des Rückhaltebeckens Osterbek

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Die Osterbek ist eines dieser kleinen Flüsschen in Hamburg, denen Alster und Elbe definitiv den Rang ablaufen! Aber wusstest Du, dass die Osterbek früher “Bernebeke” (“schmaler Bach”) hieß und dem Stadtteil “Barmbek” seinen Namen gab (siehe Wikipedia)?

Von Farmsen-Berne, im Nordosten der Stadt, fließt sie jedenfalls fast unerkannt bis nach Barmbek-Süd, nimmt dort als “Osterbekkanal” Gestalt an – der Vielen vom Paddeln und SUPen bekannt sein dürfte -, um schließlich als “Langer Zug” in Uhlenhorst in die Außenalster zu münden.

Wanderung in Hamburg: Entlang der Osterbek zwischen Dulsberg und Farmsen

In ihrem Oberlauf, zwischen Dulsberg und Farmsen-Berne, ist die Osterbek zwar nicht mehr zu bepaddeln, dafür kann man an ihrem Ufer aber wunderbar und naturnah wandern – mitten in Hamburg!

Du startest Deine Wanderung am besten an der Kreuzung der Osterbek mit der “Habichtstraße”. Das liegt so ziemlich auf der Grenze zwischen den Stadtteilen Barmbek-Nord und Dulsberg und nur ca. 100 m nördlich der U-Bahn-Haltestelle “Alter Teichweg” (U1).

Sandweg am Startpunkt an der Habichtsfraße auf der Wanderung entlang der Osterbek
Sandweg am Startpunkt an der Habichtsfraße auf der Wanderung entlang der Osterbek

Dem breiten Sandweg folgst Du nun nordostwärts und lässt den Lärm der großen Straße langsam hinter Dir. Links und rechts ist es nun parkähnlich grün und bald triffst Du zur Linken auf eine Unterführung, die Dich unter der U-Bahnlinie hindurchführt. Folge dem schmalen Weg und anschließend dem Pfad am Rande der Siedlung – die Osterbek liegt links von Dir.

Links hinter den Büschen die Osterbek, rechts Kleingärten nahe der Werner-Otto-Straße
Links hinter den Büschen die Osterbek, rechts Kleingärten nahe der Werner-Otto-Straße

Du überquerst die “Werner-Otto-Straße” und wanderst nun entlang des üppig bewachsenen Radweges und der Kleingärten zu Deiner rechten Hand. Rechts befindet sich jetzt übrigens auch das große Bundeswehrkrankenhaus.

Tolle Natur, mitten in Hamburg

Wenige Meter weiter folgt das erste kleine Natur-Highlight: Das idyllische Regenrückhaltebecken Osterbek” – hört sich technokratisch an, ist in Wirklichkeit aber wesentlich schöner, denn es ähnelt eher einem kleinen, wilden See. Die vielen Enten und Gänse auf die Du hier treffen wirst, muss man davon jedenfalls nicht überzeugen…

Du kannst Dir aussuchen, wie Du den “See” umrunden und ob Du vorher noch an seinem Ufer pausieren willst. Östlich von ihm führt Dich der Weg dann aber weiter durch eine kleine (nicht ganz so schöne) Siedlung, bis Du auf die Straße “Barmwisch” triffst. Diese überquerst Du und folgst gegenüber einfach weiter dem Sandweg.

300 m später, biegst Du scharf nach links ab und stößt wenig später auf die kleine Straße “Turnierstieg“, die Du ebenfalls überquerst. Auf der anderen Seite wird der Weg neben der Osterbek nun schmaler und die Natur am Rande des Flüsschens zunehmend wild-wüchsiger, was für eine Pracht aus blühenden Brombeeren, Löwenzahn, Springkraut und Wildkräutern (Mai-Juli)!

Idylle mitten in Hamburg
Idyllische Osterbek mitten in Hamburg

Wenige Minuten danach erreichst Du das zweite Naturhighlight und Ziel dieser kleinen Wanderung in Hamburg: Das “Hochwasser-rückhaltebecken Barenbleek” – wieder so ein sperriger Name für so ein Kleinod?! Wer denkt sich die eigentlich aus bzw. eben nicht aus? Wäre hier nicht mal ein neuer Name angebracht? Na vielleicht später…

Die beiden “Rückhaltebecken” sind in Wirklichkeit wahre Kleinode

Jedenfalls kannst Du das üppig von Wald, Brombeerhecken und Schilf umwachsene”Becken” links- oder rechtsherum um-wandern! Auf schmalen Pfaden gehst Du entlang seines Ufers, von dem aus sich immer wieder tolle Ausblicke auf den “See” und die kleine Insel in seiner Mitte bieten. Kleine Badestellen am Ufer laden Dich zum pausieren ein, nimm Dir Zeit, dieses Refugium zu genießen – bevor Du schließlich diese schöne Wanderung mit der Umrundung abschließt (oder den Hinweg zurück gehst)…

Ach, da war ja noch was! Der neue Name für das “Hochwasserrückhaltebecken” nämlich: Wie wäre es mit “Wilder Barenbleek“? Oder “Kleiner Amazonas“? Was meinst Du?

Mein Fazit: Eine tolle, kurze Wanderung in Hamburg entlang des “unpopulären” Teils der Osterbek zwischen Dulsberg und Farmsen-Berne! Insbesondere die beiden “Rückhaltebecken”, die definitiv viel mehr Idylle bieten, als ihr Name vermuten lässt, sind ein Geheimtipp!

 

Schwierigkeit: leicht, für geübte Wanderer
Länge: ca. 4,6 km (+ zurück = ca. 8,5 km)
Gehzeit: ca. 1 h (+ zurück = 2 h)
Höhenmeter: + 10 m, – 10 m
An-/Abreise: z.B. mit der U-Bahn U1 bis
“Alter Teichweg”
Ausrüstung: keine besonderen Anforderungen,
Fotoapparat empfehlenswert

Meine Wanderung in Hamburg entlang der Osterbek zum Nachwandern und inklusive GPS-Daten zum Download:

Gesamtstrecke 4.616 m
Höchster Pkt. 12 m | Niedrigster Pkt. 3 m
Anstieg Σ  13 m | Abstieg Σ -9 m
Gesamtzeit (inkl. Pausen) ⏰ 01:11 h:min
⇓ Download als GPX-Datei »

 

💡 Tipp 1: Vergleichbar schön ist auch eine Wanderung durch das Raakmoor von Hamburg nach Norderstedt!

💡 Tipp 2: Ein weiteres Refugium auf Hamburger Boden entdeckst Du bei einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Heuckenlock!

💡 Tipp 3:
Du möchtest mit dem Wandern beginnen? Lies zuvor meine 10 Tipps für Wander-Einsteiger und dann sollte eigentlich nichts schief gehen!

2 Kommentare zu “Kurze Wanderung in Hamburg: Entlang der Osterbek

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