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Wasserwandern an der Müritz: Die Rundtour „Müritz-Alte Fahrt“

Wasserwandern an der Müritz: Auf dieser 2-tägigen Rundtour an Deutschlands größtem See, erlebt man teils unberührte Natur und Wasservogelwelt hautnah. Willkommen im Naturparadies der Mecklenburgischen Seenplatte!

Die Müritz, größter See Deutschlands, der vollständig auf deutschem Boden liegt, ist das Herz der Mecklenburgischen Seenplatte. Sie liegt etwa auf halber Strecke zwischen Berlin und Rostock und über die Autobahnen A24 und A19 auch nur 3 Stunden Fahrzeit von Hamburg entfernt. Im Osten grenzt die Müritz an den „Müritz Nationalpark„, Deutschlands größter terrestrischer Nationalpark. Dort und an seinem Müritzufer findet man eine teilweise einzigartige Flora und Fauna vor. Und auch die Müritz selbst ist ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet.

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Am besten bewegt man sich auf oder an der Müritz mit eigener Muskelkraft vorwärts, entweder zu Fuß, per Rad oder per Boot! Mit Letzterem haben wir es auf dieser 2-Tages-Rundtour gemacht und uns bei Paddel-Paul in Schillersdorf am Leppinsee (gelbes Häuschen auf der u.a. Karte) 2 Ein-Personen-Kayaks ausgeliehen.

Zelt, Schlafsack, Isomatte und Grundverpflegung für 2 Tage hatten wir dabei. Es gibt an der Strecke einige Campingplätze, bei denen man als Wasserwanderer übernachten kann. Die Boots-Verleiher geben gern Auskunft und sorgen auch für Kartenmaterial!

Hier die Rundtour in der Übersicht:

Müritz-Alte Fahrt - Wasserwandern an der Müritz

Rundtour „Müritz-Alte Fahrt“ – Wasserwandern an der Müritz / (c) Google/Paddel-Paul.de

Wasserwandern an der Müritz: Die Rundtour „Müritz-Alte Fahrt“

Tag 1 (ca. 20 km):
Und so starteten wir unsere Runde bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichem Wetter von Schillersdorf auf dem Leppinsee in Richtung Süden. Kurz darauf ging es über die Seen „Mössel“, sowie „Großer“ und „Kleiner Kotzower See“ nach Granzow (nach ca. 5 km, erste Rastmöglichkeit am Steg) und kurz darauf über den Mirower See nach Mirow (nach ca. 9 km). An Tag 1 sollte es im Uhrzeigersinn bis an die Kleine Müritz bei Vipperow gehen, ca. 20 km ab der Verleihstation in Schillersdorf.

Eine wunderbare, ruhige Seen- und Waldlandschaft nahm uns in sich auf, das Ufer gesäumt von Schilfgürteln, Seerosenfeldern und abgestorbenen Bäumen. Da es kaum Wind gab, kamen wir gut voran und konnten unsere Kräfte für den Nachmittag sparen.

In Mirow, direkt vor der Brücke der Bundestraße B198, machten wir dann unsere 2. Rast inkl. Mittagessen mit frischem Fisch beim dortigen Fischer. Dort gibt es einen Steg, an dem man seine Ausstiegskünste aus dem Kayak üben kann – mein Versuch misslang und ich landete vor Publikum im Wasser, Taufe bestanden 😉

Aber ich war vorbereitet und hatte Wechselkleidung dabei, die wasserdicht im Kayak verstaut war. Und so ging es anschließend, gut gestärkt und halbwegs trocken, an der Schleuse Mirow vorbei (Kayak mit Schienenwagen umtragen; optional: schleusen lassen) und hinein in den Mirower Kanal in Richtung Nordwesten.

Wechselkleidung kann beim Kayak fahren nicht schaden 😉

Hier begegnen einem ab und an Motor- und Hausboote von Hobbykapitänen, die den Kanal in Richtung Müritz oder Havel befahren. Der Kanal ist gut zu befahren, auf Dauer aber recht eintönig, da sein Ufer künstlich befestigt und schnurgerade ist. Dennoch haben wir hier neben Enten auch einen Eisvogel beobachtet.

Interessanter wird es dann wieder im Sumpfsee (nach ca. 15 km), nordwestlich des Flugplatzes Rechlin-Lärz. Hier konnten wir Graugänse beim Fressen und Kormorane beim Gefieder-Trocknen bewundern. Anschließend war es am Südufer der Kleinen Müritz und um die dortige Landzunge herum nur noch ein kleines Stück, bis zu unserem Tagesziel, dem Campingplatz am Boots- und Kanuverleih Gaarzer (nach ca. 20 km).

Hier schlugen wir auf der Wiese am Ufer unsere Zelte auf und entspannten unsere müde gepaddelten Arme vom Tagwerk bei einem Bierchen. An der Gaarzer Mühle gibt es auch ein kleines Restaurant, wo sich sehr gut und günstig speisen lässt. Müde aber glücklich sanken wir an diesem Abend auf die Isomatte…

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